Anna Sophia Maria TROST

Anna Sophia Maria TROST

Characteristics

Type Value Date Place Sources
Name Anna Sophia Maria TROST
Religion ev.-luth.

Events

Type Date Place Sources
birth 22. July 1869 Ziphusen, Ksp. Gressow, Mecklenburg-Schwerin search of this place
baptism 1. August 1869 Gressow, Mecklenburg-Schwerin search of this place
death after 1944
marriage 28. February 1892 Hamburg-Eimsbüttel search of this place
marriage 18. March 1917 Hohenhorn, Kreis Herzogtum Lauenburg, Schleswig-Holstein, Kgr. Preußen search of this place

Spouses and Children

Marriage Spouse Children
28. February 1892
Hamburg-Eimsbüttel
Johann Eduard KÖRBER
Marriage Spouse Children
18. March 1917
Hohenhorn, Kreis Herzogtum Lauenburg, Schleswig-Holstein, Kgr. Preußen
Johann Heinrich Friedrich AHRENS

Notes for this person

Rufname: Anna. Anna (Anna Sophia Maria) Trost, gebürtig aus Ziphusen, Ksp. Gressow, in Mecklenburg, war die Tochter des Arbeiters und Tagelöhners Heinrich Carl Christian Trost und der Anna Louise, geb. Beck. In erster Ehe war Anna Trost verheitatet mit dem Gipser Eduard Körber, gebürtig aus Essen in Westfalen, welcher 1913 in Hamburg verstarb. In zweiter Ehe war Anna verheiratet mit dem Arbeiter Johann (Johann Heinrich Friedrich) Ahrens, gebürtig aus Lütau, Hzgt. Lauenburg, Hauswirt in Düneberg, welcher 1944 in Geesthacht im Ortsteil Düneberg verstarb.

Kirchenbuch Gressow, Tf. 1869, Nr. 23: Geb. Juli 22, Taufe Aug. 1. Vater: Heinrich Carl Christian Trost, Tagelöhner zu Ziphusen. Mutter: Anna Louise geb. Beck. Kind: Anna Sophia Maria. Taufzeugen: 1. Anna Trost, Tagelöhnerfrau aus Dammhusen. 2. Sophia Kluhs Schäferfr. zu Wismar. 3. Maria Piel Tagelöhnerfrau zu Ziphusen."

Sources

1 1) Standesamt Hamburg-Eimsbüttel, Tr. 1892, Nr. 87; 2) Standesamt Hamburg-Eppendorf, Sterbereg. 1913, Nr. 3091; 3) Standesamt Geesthacht; 4) Erich Ahrens (1990); 5) KB Gressow, Tf. 1869, Nr. 23; 6) KB Dambeck, Confirm. 6. April 1884.

Database

Title Niederdeutsche Sprache, OFB Geesthacht (1570 bis 1800), Genealogie und Prosopographie in ausgewählten historischen Dialektgebieten des niederdeutschen Sprachraumes
Description
Beiträge und Quellen zur Bevölkerungsgeschichte, Sozialgeschichte, Lokalgeschichte und zur Linguistik

von Andrée Sophie Peterburs aus Hamburg

Wy hebt de woor Höge beleevd, wen wy us höögd hebt över dat Syn vun Dingen, aver nicht, wen wy us höögd hebt över dat Hebben vun Dingen. God het de Veelfoold leev.

1 Vorwort
Die niederdeutsche Sprache, deren älteste überlieferte Sprachstufe das Altsächsische darstellt, zählt zusammen mit dem Englischen und Friesischen zu den nordseegermanischen Sprachen. Niederdeutsch ist keine Varietät der deutschen Sprache! Vielmehr wird in der Forschung von drei gleichwertigen deutschen Sprachen nebeneinander ausgegangen. Es gibt demnach in Deutschland drei deutsche Sprachen: Niederdeutsch (mit verschiedenen Dialekten im Norden Deutschlands), Hochdeutsch (mit verschiedenen Dialekten in der Mitte und im Süden Deutschlands) und Jiddisch.

Deutschland war schon immer ein Einwanderungsland. Im Mittelalter waren es die Deutschen, die als Besatzer und Einwanderer in weiten Teilen unseres Landes die westslawische Urbevölkerung unterwarfen. Die Westslawen waren die ersten neuen Siedler in Mittel- und Ostdeutschland, nachdem zuvor die germanischen Stämme in der Zeit der Völkerwanderung diese Region komplett verlassen hatten. Heutige Deutsche haben keine gemeinsame ethnische, kulturelle und sprachliche Herkunft! Das Deutschsein wird nicht aus der Herkunft definiert!

Es gibt keine Ungleichwertigkeit von Menschen und Völkern! Die Wissenschaft darf nicht für verbrecherische Ideologien instrumentalisiert werden. Die niederdeutsche Bewegung, die völkisch-rassistische Ideologie, die Blut-und-Boden-Ideologie und der Sozialdarwinismus sind sinnlos. Der Nationalstolz ist so sinnlos wie die Eitelkeit. Die Liebe zur Natur, Kultur, Sprache und zur Heimat ist dann sinnlos, wenn sie gottlos (ohne das Eine) ist. Das Recht des Stärkeren und der Kampf ums Dasein existieren nur in der gottlosen Natur.

Forschungsgegenstand
Im Rahmen der Geschichtswissenschaft werden hier die Ergebnisse meiner wissenschaftlichen Recherchen (begonnen 2008) für weitere Forschungen zur Verfügung gestellt. Schwerpunkt: niederdeutscher Sprachraum, Beginn der Neuzeit bis einschließlich Zeitalter der Aufklärung. Im Mittelpunkt der Untersuchungen stehen dabei die Menschen (Sprachträger), die die niederdeutsche Sprache (meist als Muttersprache) beherrschten.
Daneben bilden Forschungen zur niederdeutschen Sprache einen weiteren Schwerpunkt.

Das Ziel der Genealogie (Hilfswissenschaft) ist die Ermittlung wissenschaftlich valider Daten als Hilfsmittel zur Beantwortung geschichtswissenschaftlicher und sozial- und kulturanthropologischer Fragestellungen.

Ortsfamilienbuch/OFB Geesthacht (1570 bis 1800) und Genealogie und Prosopographie in ausgewählten historischen Dialektgebieten des niederdeutschen Sprachraumes

2.1 Genealogie und Prosopographie: Untersuchungsschwerpunkte
Bergedorf/Hamburg, Kreis Hzgt. Lauenburg, Delbrück (Kreis Paderborn), Untereichsfeld, Samland und weitere Regionen.

2.2 Hinweis zur Datierung historischer Ereignisse
Bei den Datumsangaben nach dem alten Stil habe ich auf eine Umrechnung in den neuen Stil verzichtet. Somit ist zu berücksichtigen, dass in dieser Datei alle Datumsangaben aus den protestantischen Gebieten mit Ausnahme des Herzogtums Preußen, das nicht zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation gehörte, bis zum Jahre 1700 sich auf den Julianischen Kalender (alter Stil) beziehen.

2.3 Anmerkungen zu den Ortsangaben
Die Ortsnamen werden in ihrer heutigen Schreibweise wiedergegeben. Die Angabe zur territorialen Zugehörigkeit der Orte erfolgt in dieser Datei nach der historischen Zugehörigkeit. Beispiel: Der Ort Geesthacht war von 1420 bis 1867 als Exklave im Besitz der beiden Städte Hamburg und Lübeck (bis 1806 Freie Reichsstädte im HRR) und wurde vom beiderstädtischen Amt Bergedorf verwaltet.

2.4 Ortsfamilienbuch/OFB Geesthacht (1570 bis 1800)
von A. Peterburs (2010), abrufbar online in dieser Datei in GEDBAS, letztes Update Juli 2021. 

Quellen:
1) Protokoll der Zeugenvernehmung in Bergedorf vom 25.06.1605 (enthält die Namen und Aussagen der Geesthachter Zeugen), ausgewertet von Andree Peterburs, siehe Literatur: Peterburs, A. (2017): Das Ablager-Recht des Herzogs in der Dorfschaft Geesthacht und die Abgaben Ablager- und Verbittelgeld, in: Lauenburgische Heimat, Zeitschrift des Heimatbund und Geschichtsvereins Herzogtum Lauenburg, Heft 204, Ratzeburg 2017, S. 77-81.
2) Abgabenregister (Schossliste, Hufnerliste) des Amtes Bergedorf 1570 und die Einnahmen der Kirchenkasse Geesthacht 1598, ausgewertet von J. F. Voigt (1885), in: Mittheilungen aus der Culturgeschichte des Amts Bergedorf. Mittheilungen des Vereins für Hamburgische Geschichte, Bd. 3, 8. Jg., Heft 11/12, Hamburg 1885, S. 26 u. 27.
3) Ablager- und Verbittelgeldregister (Höfeliste) von 1618, Ampt- und Landtbuch zur Lowenburgh (Ao. 1618, fol. 103, 104), ausgewertet von J. F. Voigt, in: Abgaben des Dorfes Geesthacht an das Fürstliche Amt Lauenburg. Mittheilungen des Vereins für Hamburgische Geschichte, Dritter Band, Jg. 8 (1885), S. 164.
4) Peterburs, A. (2016): Ertrunkene bei Geesthacht (1566–1630), in: Zeitschrift für Niederdeutsche Familienkunde, Jg. 91, Heft 4, Hamburg 2016, S. 383 u. S. 384.
5) Häuserliste (Schadensverzeichnis, Landbürgerverzeichnis) von 1644, in: Braden, J. (2012): Der große Krieg und das kleine Dorf. Der Dreißigjährige Krieg und Geesthacht, Geesthacht 2012.
6) Reinert, R. (1981): Register der Geesthachter Eheschließungen in den Jahren 1613–1661 nach den beiden Eidbüchern für das Amt Bergedorf, 1981, im: Kreisarchiv Herzogtum Lauenburg, hinzugefügt zum Trauregister von Geesthacht (Kirchenbuch, Tr. 1679–1848).
7) Peterburs, A. (2017): Geesthachter Trauungen 1662–1678 nach den Amtsprotokollen von Bergedorf, in: Zeitschrift für Niederdeutsche Familienkunde, Jg. 92, Heft 3, Hamburg 2017, S. 126 bis S. 129.
8) Amtskontraktenbücher und Amtsprotokolle des Amtes Bergedorf, im: Staatsarchiv Hamburg.
9) Lübecker Senatsakten betreffend Bergedorf, im: Staatsarchiv Hamburg.
10) Kirchenbücher der ev.-luth. Kirchengemeinde Geesthacht, Register der Taufen, Trauungen und Bestattungen ab 1679.
11) Kirchenbücher der Gemeinden: Altengamme, Bergedorf, Brunstorf, Gülzow, Hamwarde, Hohenhorn, Lütau, Schwarzenbek.
12) Prüß, M. (1929): Geesthachter Heimatbuch. Unter Mitarbeit von Lehrern des Ortes nach alten Quellen und neuzeitlichen Darstellungen, Geesthacht/Hamburg 1929.

2.5 Verwendete Archive
Bistumsarchiv Hildesheim, Erzbistumsarchiv Paderborn, Evangelisches Zentralarchiv in Berlin (EZA), Kreisarchiv Herzogtum Lauenburg, Landeskirchliches Archiv Bielefeld, Landeskirchliches Archiv Hannover, Staatsarchiv Hamburg.

3 Niederdeutsche Sprache
3.1 Sprachbeispiel: Das Vaterunser auf Altsächsisch (Heliand, 9. Jhd.) 
Fadar ûsa firiho barno, thu bist an them hôhon himila rîkea, geuuîhid sî thîn namo uuordo gehuuilico. Cuma thîn craftag rîki. Uuerða thîn uuilleo obar thesa uuerold alla, sô sama an erðo, sô thar uppa ist an them hôhon himilo rîkea. Gef ûs dago gehuuilikes râd, drohtin the gôdo, thîna hêlaga helpa, endi alât ûs, hebenes uuard, managoro mênsculdio, al sô uue ôðrum mannum dôan. Ne lât ûs farlêdean lêða uuihti sô forð an iro uuilleon, sô uui uuirðige sind, ac help ûs uuiðar allun ubilon dâdiun.
 
Heliand und Genesis, lines 1600-1612, Behaghel, O. (Hrsg.), 2. Aufl., Halle 1903.

3.2 Literaturempfehlung (Standardwerke)
Johan Hendrik Gallée, Heinrich Tiefenbach: Altsächsische Grammatik, 3. Aufl., Tübingen 1993.
Agathe Lasch (1914): Mittelniederdeutsche Grammatik, in: Sammlung kurzer Grammatiken germanischer Dialekte IX, Halle a. d. Saale 1914.

3.3 Neue Rechtschreibung der niederdeutschen Sprache
Siehe Peterburs, A. (2021): Die Rechtschreibung der niederdeutschen (sassischen) Sprache: Empfehlungen und neue Schreibregeln (Nie/Nige Skryvwise/Schryvwise), abrufbar unter https://hcommons.org/deposits/item/hc:40457/.

3.4 Lauenburgisches Platt im Kreis Herzogtum Lauenburg
Merkmale und Beispielsätze, siehe Peterburs, A. (2021): Die Rechtschreibung der niederdeutschen (sassischen) Sprache: Empfehlungen und neue Schreibregeln (Nie/Nige Skryvwise/Schryvwise), abrufbar unter https://hcommons.org/deposits/item/hc:40457/.

Beispielsätze:
Hai/Hei is tau låt/laot (vgl. englisch: he is too late). – Er ist zu spät.
Ik feul [fɔɪl] my gaud. – Ich fühle mich gut.
Ik heb/hef/hev (altsächsisch hebbiu, mnd. hebbe) dy leiv (as. liof, mnd. lēf). – Ich habe dich lieb.
Sai/Sei het in Hamborch/Hamborg läävd/läved. – Sie hat in Hamburg gelebt.
Wy blyvt/blivet tau Huus in disse Tyd. – Wir bleiben zu Hause in dieser Zeit.
De Kau het Wåter/Waoter bruukd/bruked. – Die Kuh hat Wasser gebraucht.
Snåke/Snaoke und Snigge slykt na/nå/nao de Beke. – Schlange und Schnecke schleichen zu dem Bach.
De Imme raupt luud: „Dat givt kein Unkruud!“ – Die Biene ruft laut: „Es gibt kein Unkraut!“
Dat Blad falt vun'n Boom hendål/hendaol. – Das Blatt fällt vom Baum herunter.
Set dy dål/daol up'n Staul! – Setze dich hin auf den Stuhl! 

4 Nachwort
Gott oder das Eine (τὸ ἕν) macht die zufällige Evolution des Lebens und die Vielfalt wertvoll. Die wahre Liebe ist das höchste Gut.

Över dat Ene und dat höögste Good (Über das Eine und das höchste Gut)
De Weld is in dat Een, aver dat Een is meer as de Weld. Allens is in den Kringloop vun Warden und Vergån, aver de Quelle vun dat Syn is ewig. Wy beleevt de woor Höög, wen wy us höögt över dat Syn vun Dingen, aver nicht, wen wy us höögt över dat Hebben vun Dingen. Dat Belangrykste skal altyd syn, dat wy leevt in den Spirit vun de Leevde. Wor wy de Natur und de Weld leev hebt, aver nicht dat Een, dor hebt wy nicht de woor Leevde. Al Minsken sind glyk veel weerd. God (dat Een) måkt de tofällige Evolution vun't Leven weerdvul und God måkt de biologiske und de kulturelle Veelfoold weerdvul. De woor Leevde is altyd dat höögste Good.

Andrée Sophie Peterburs
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