Catharina Ilsabe DOHREN

Catharina Ilsabe DOHREN

Characteristics

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Name Catharina Ilsabe DOHREN

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birth about 1740
death Müssen, Hzgt. Sachsen-Lauenburg search of this place
marriage

Spouses and Children

Marriage Spouse Children

Jochim HINSCH

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1 KB Gh.

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Title I. Niederdeutsche Sprache, II. Ortsfamilienbuch/OFB Geesthacht (»Geest-Hagd«) 1570–1800 und Genealogie in ausgewählten Regionen des niederdeutschen Sprachraumes. Autor: Andree Peterburs aus Hamburg.
Description
I. Die niederdeutsche (sassische) Sprache und ihre Herkunft. Sprachdenkmäler und Beispiele zur Geschichte der niederdeutschen Sprache

Proto-Indoeuropäisch, PIE (um 4000 v. Chr.)

*tewem, sakrom dhuHmom ghutom-kwe, lubhejo. 

Prägermanisch, Proto-Germanisch vor der 1. Lautverschiebung (ca. 1000 bis um 500 v. Chr.)

*ego(n) tego, koilokon dhoumon (stoumon) ghuton-kwe, lubhami (lubhajo).

Proto-Germanisch

*eka þek, hailagan dauman (stauman) guðan-uh, lubom (lubojo).

Neuniederdeutsch: „Ik/Ek leive/leve di/dek, hilligen Stööm und God (dat Anropene/Anraupene).“
Neuhochdeutsch: „Dich, heiligen Daum (Dampf, fumus) und Gott (das Angerufene), liebe ich.“ 

Text und Rekonstruktion: Andrée Sophie Peterburs (2019).
Vgl. u. a. Hans Krahe: Indogermanische Sprachwissenschaft, 6., unveränderte Auflage des 1. u. 2. Teils in e. Bd., Berlin, New York, de Gruyter, 1985.


Hethitisch (um 1500 v. Chr.), eine indoeuropäische Sprache 

nu NINDA-an *edsa/ezza-teni wadar-ma eku-teni.
Vgl. niederdeutsch: „Nu ji et-et Brood und drink-t Water.“
Nun Brot ess-t ihr und Wasser trink-t ihr.“
 
Die Sprache der Hethiter, ihr Bau und ihre Zugehörigkeit zum indogermanischen Sprachstamm. 
Ein Entzifferungsversuch von Friedrich Hrozny. Hinrichs, Leipzig 1917. TU Dresden 2002 (Repr.)


Nordisch-westgermanisch: Inschrift auf dem Horn von Gallehus (um 400 n. Chr.)

ek hlewagastiz holtijaz horna tawido. „Ich Leugast von Holt (od. Holts Sohn) machte das Horn.“ 

Reallexikon der Germanischen Altertumskunde, 4 Bände (1. Aufl.), Johannes Hoops, K. J. Trübner, Straßburg 1911-1919, Bd. IV, S. 13. 


Das Vaterunser auf Altsächsisch (Heliand, 9. Jhd.)
Dat Vadderunser up Ooldsassisch (Heliand, ut dat negende Jaarhunderd)

Fadar ûsa firiho barno,
thu bist an them hôhon himila rîkea,
geuuîhid sî thîn namo uuordo gehuuilico.
Cuma thîn craftag rîki.
Uuerða thîn uuilleo obar thesa uuerold alla,
sô sama an erðo, sô thar uppa ist
an them hôhon himilo rîkea.
Gef ûs dago gehuuilikes râd,
drohtin the gôdo,
thîna hêlaga helpa, endi alât ûs,
hebenes uuard,
managoro mênsculdio,
al sô uue ôðrum mannum dôan.
Ne lât ûs farlêdean lêða uuihti
sô forð an iro uuilleon, sô uui uuirðige sind,
ac help ûs uuiðar allun ubilon dâdiun.

Heliand und Genesis, lines 1600-1612, ed. Behagel (1984)

Nordseegermanische Merkmale (Ingwäonismen) im Englischen, Friesischen und Niederdeutschen
Die Merkmale des Nordseegermanischen, einer sprachlichen Einheit von germanischen Stämmen an den Küstenregionen der Nordsee (Nordseegermanen, Ingwäonen im 1. Jhdt. n. Chr.), Vorläufer des Altenglischen, Altfriesischen und Altsächsischen, finden sich heute vorwiegend im Englischen und Friesischen und in Resten im Niederdeutschen.

Beispiele
Neubildung beim Personalpronomen: englisch he; niederdeutsch he; vgl. dagegen nhd. er
Wegfall des Nasals vor Frikativ: engl. five, goose, us; niederdt. fief, Goos, us; vgl. dagegen nhd. fünf, Gans, uns
R-Metathese: engl. burnthirty; niederdt. bernendirtig; vgl. dagegen nhd. brennen, dreißig
Palatalisierung und Zetazismus: engl. chafer; niederdt. Sever; vgl. dagegen nhd. Käfer 

Vom Mittelniederdeutschen zum Neuniederdeutschen
Das Mittelniederdeutsche (13. bis 17. Jhdt.) entwickelte sich aus dem Altsächsischen und hatte während der Zeit der Hanse seine Blütezeit. Mittelniederdeutsch war Schriftsprache in den Amtsstuben bis ins 17. Jahrhundert. Im Gegensatz zum heutigen Neuniederdeutschen besaß das Mittelniederdeutsche noch ausgeprägt die Fälle Genitiv und Dativ, welche im Neuniederdeutschen weitestgehend verschwunden sind oder nur noch in bestimmten Wendungen gebraucht werden.

Als Beispiel der Entwicklung möge folgender Satz dienen:
Er ging zum Haus des Vogtes.
mnd.: he gink (ging) tom (to deme) huse des vagedes.
Zwei Möglichkeiten auf Neuniederdeutsch: 
1) He ging to dat Huus vun den Vaagd (Vaagt).
2) He ging to'n (to den) Vaagd (Vaagt) sien Huus.
 
 

Hinweis zur Rechtschreibung der niederdeutschen Sprache
Ich distanziere mich ausdrücklich von den SASS'schen Schreibregeln und erkenne die von Johannes Saß entwickelten Regeln zur Rechtschreibung nicht an, da diese Regeln fälschlich eine Annäherung an die hochdeutsche Rechtschreibung darstellen, wodurch die Besonderheiten und die Schönheit der niederdeutschen Sprache in der Orthographie nicht adäquat wiedergegeben werden. Ich bin der Meinung, dass willkürlich aufgestellte Regeln und scheinbare Kompromisslösungen keine Anwendung finden sollten! Nur die etymologisch korrekte Rechtschreibung und die wirklich sinnvolle Darstellung der Vokallängen sollten der Maßstab sein für die Aufstellung der Regeln! Als Vorbild könnten die heutigen niederländischen Rechtschreibregeln dienen. So sollten vernünftige und allgemein verbindliche Regeln zur Rechtschreibung formuliert werden.

Beispiele für korrekte Rechtschreibung (links) versus falsche Rechtschreibung (Mitte):

nnd. bruukd vs. bruukt (falscher Auslautkonsonant t): nhd. gebraucht (Partizip Perfekt)
nnd. Faard vs. Fahrt (falsches Dehnungs-h und falscher Auslautkonsonant t): nhd. Fahrt
nnd. gaan vs. gahn (falsches Dehnungs-h): nhd. gehen
nnd. geit (besser: gait) vs. geiht (falsches Dehnungs-h): nhd. geht
nnd. God vs. Gott (falscher Auslautkonsonant t): nhd. Gott
nnd. good vs. goot (falscher Auslautkonsonant t): nhd. gut
nnd. Kruud vs. Kruut (falscher Auslautkonsonant t): nhd. Kraut
nnd. luud vs. luut (falscher Auslautkonsonant t): nhd. laut
nnd. oold vs. oolt (falscher Auslautkonsonant t): nhd. alt
nnd. staan vs. stahn (falsches Dehnungs-h): nhd. stehen
nnd. Stool vs. Stohl (falsches Dehnungs-h): nhd. Stuhl
nnd. Tied vs. Tiet (falscher Auslautkonsonant t): nhd. Zeit
nnd. verteld/vertelld vs. vertelt/vertellt (falscher Auslautkonsonant t): nhd. erzählt (Partizip Perfekt)
nnd. weerd vs. weert (falscher Auslautkonsonant t): nhd. wert
nnd. woor vs. wohr (falsches Dehnungs-h): nhd. wahr
nnd. Woorheed vs. Wohrheet (falsches Dehnungs-h und falscher Auslautkonsonant t): nhd. Wahrheit 


A. Peterburs, 2019 


Niederdeutsch in Geesthacht
In Geesthacht wird das Nordniedersächsische, eine Untergruppe der niederdeutschen Sprache, gesprochen.
Für das Niederdeutsche in Geesthacht gelten folgende Merkmale:

Unter bestimmten Bedingungen erfolgte die Bildung von Diphthongen aus den Langvokalen ē und ō.

mnd. ē > ei/ai: z. B. hei/hai, sei/sai, twei/twai (statt he, se, twee): „er, sie, zwei“.
mnd. ō > ou/au; mnd. Langvokal ö > eu: z. B. Brauder, gaud, taumaken, Kau, Kauken, StaulKeu(e)Feute, seut (statt Broder, good, tomaken, Koo, Koken, Stool, Köö/KöeFööt, sööt): „Bruder, gut, zumachen, Kuh, Kuchen, Stuhl, Kühe, Füße, süß“. 


II. Ortsfamilienbuch/OFB Geesthacht (»Geest-Hagd«) 1570–1800 und Studien zur Prosopographie, Genealogie und Lokalgeschichte in ausgewählten Regionen des niederdeutschen Sprachraumes.
Autor: Andree Peterburs aus Hamburg.

Oordsfamilienbook Geesthagd (Geest-Hagd) 15701800 und Studien to de Prosopographie, Genealogie und Lokalgeschichte in utsöökde Regionen vun de sassische Spraak eer Land. Andree Peterburs ut Hamborg.

Wissenschaftliche Forschung.
Korrektur und Bereinigung von fehlerhaften Sekundär- und Tertiärquellen. Neue Quellenfunde, wissenschaftliche und kritische Auswertung der historischen Originalquellen und der Sekundärquellen, wissenschaftliche Beiträge zur Personen-, Familien-, Bevölkerungs-, Sprach- und Ortsgeschichte von Andree Peterburs, Hamburg.

Hinweis zum Zitieren:
Das Zitieren und Kopieren von Daten aus dieser Datei ist ausdrücklich nur mit der korrekten Angabe der Quelle gestattet (= Name des Autors, Titel der Datei, Datum des Abrufs der Webseite). Es gelten die bei wissenschaftlichen Arbeiten üblichen Regeln.

Historische Regionen, Schwerpunkte 17. und 18. Jhdt.: 

I. Reichskreis Niedersachsen 
Nordniedersächsisches Dialektgebiet: 
Raum Hamburg: Bergedorf, Geesthacht und die Vierlande, beiderstädtisch unter der Herrschaft der freien Reichsstädte Hamburg und Lübeck;
Raum Sadelbande: Brunstorf, Gülzow, Hamwarde, Hohenhorn, Lütau, Pötrau, Schwarzenbek und andere Kirchspiele im ehemaligen Hzgt. Sachsen-Lauenburg;
Raum Lüneburg: Drage, Drennhausen, Marschacht; 
Raum Bremen-Verden: Burweg, Himmelpforten, Horst bei Stade.
Ostfälisches Dialektgebiet: 
Weserraum (Engern): Boffzen im Braunschweigischen und Heinsen im Calenberger Land.
Mecklenburgisches Dialektgebiet: 
Alt Jabel, Lambrechtshagen, Lübtheen, Zweedorf bei Boizenburg.

II. Reichskreis Niederrhein-Westfalen 
Hochstift Paderborn: Ksp. Delbrück, Elsen und Stukenbrock; Ksp. Lienen (Schwerpunkt der Ort Holperdorp) im Tecklenburger Land.

III. Kurrheinischer Reichskreis 
Duderstadt, Bilshausen, Krebeck, Lindau, Renshausen und weitere Ksp. im Untereichsfeld, ostfälisches Dialektgebiet.

IV. Außerhalb des HRR 
Niederpreußisches Dialektgebiet: 
Germau, Heiligenkreutz und weitere Ksp. im Samland im ehemaligen Hzgt./Kgr. Preußen.

Ortsfamilienbücher - verfasst von Andree Peterburs:

OFB Geesthacht (1570–1800), in Bearbeitung, OFB Hohenhorn (16.–17. Jhdt.), in Bearbeitung.

Hinweis zur Datierung historischer Ereignisse: 
Bei den Datumsangaben nach dem alten Stil habe ich auf eine Umrechnung in den neuen Stil verzichtet. Somit ist zu berücksichtigen, dass in dieser Datei alle Datumsangaben aus den protestantischen Gebieten mit Ausnahme des Herzogtums Preußen, das nicht zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation gehörte, bis zum Jahre 1700 sich auf den Julianischen Kalender (alter Stil) beziehen. Die Differenz gegenüber dem Gregorianischen Kalender (neuer Stil) beträgt dabei 10 Tage.


Zur Herkunft des Ortsnamens Hachede bzw. Geesthacht (Geest-Hagt)
Der Ort Geesthacht wurde urkundlich erstmals im Jahre 1216 als „Hachede“ erwähnt. In dieser Urkunde von 1216 gewährte der Graf Albrecht von Orlamünde, Statthalter des dänischen Königs Waldemar II., den Bürgern von Hamburg an einigen Zollstätten Befreiung vom Zoll, darunter auch in Hachede. Im Ratzeburger Zehntregister von 1230 lautet der Name des Kirchspielortes „Hagede“, wobei diese Schreibweise offenbar die ältere Lautform widerspiegelt.
 
Die Herkunft des Ortsnamens Hacht bzw. Hagede oder Hachede (auch Haghede), wie der Ort in den Überlieferungen unterschiedlich genannt wird, kann durch die Betrachtung der überlieferten ältesten Lautform Hagede und durch Vergleich analoger Bildungen, wie etwa „Mestethi“ (= Meschede), ermittelt werden, so dass für den Ortsnamen Hagede eine rekonstruierte Form *Hagithi oder *Hagithja anzusetzen ist (so bereits Nissen, in: Lauenburgische Heimat, 10/1956, und in: Sonderheft Lauenburgische Heimat 31, 2017, S. 44). Zugrunde liegt eine Bildung aus der altsächsischen Flurbezeichnung *hag-: „Umzäunung, Gehege, Hecke, Weideplatz“ und dem weitverbreiteten Ortsnamensuffix -ithi, -ithja (hag-ithi > hag-ede (hach-ede) > hach-t). Aufgrund der Namensbildung kann auf eine erste Besiedlung spätestens im 9. Jhdt. geschlossen werden. Die Deutung von Hans Bahlow, der im Ortsnamen Hachede ein Grundwort *hach „Schmutz-, Moorwasser“ sieht und dazu die Gewässernamen Hache bei Syke und Hachel (zur Wipper) sowie die Ortsnamen Hachen, Hachsiek und Hachum vergleicht (Bahlow, ON. S. 190 und Bahlow, Deutsches Namenlexikon, S. 196), dürfte dagegen falsch sein, weniger aus semantischen, sondern eher aus phonetischen und lexikalischen Aspekten.
 
Der Name Geesthacht (Kompositum aus Geest und Hacht) erscheint erstmals im Jahre 1402 in einer Urkunde. Noch im 17. Jhdt. waren vereinzelt die altertümlichen Schreibweisen „Geisthachede“, „G(e)esthagt“ und „GeistHachd“ im Gebrauch, siehe etwa die Kirchenbücher von Gülzow (bei Lauenburg) und von Hohenhorn aus dem 17. Jahrhundert.

Autor: Andree Peterburs, siehe auch meine Beiträge in: Genwiki.


Die ältesten überlieferten Familiennamen in Geesthacht
Die Geesthachter Hufner im Jahre 1570:
Im ältesten Register des Amtes Bergedorf über die schosspflichtigen (abgabenpflichtigen) Einwohner Geesthachts aus dem Jahre 1570 werden acht in Geesthacht ansässige Hufner genannt: Gotke Reimers, Carsten Burmester, Albert Reimers [der beiderstädtische Vogt], Heine Vicken [korrekt: Ricken], Benedict Elvers, Berend Schomaker, Claus Heilmann, Henneke Reimers. 

Quelle: Mittheilungen aus der Culturgeschichte des Amts Bergedorf, in: Mittheilungen des Vereins für Hamburgische Geschichte (1885), Bd. 3, 8. Jg., Heft 11/12, Hamburg 1885, S. 27.

Einnahmen der Kirchenkasse zu Geesthacht im Jahre 1598:
Im Jahre 1598 verzeichnete der Pastor Hinrich Holthoff zu Geesthacht folgende Geesthachter Hufner, die jährlich Wiesenmiete in die Kirchenkasse zahlen mussten:
Jochim Brüggemann, Balzer Elvers, Heine Reimers, Albert Reimers [damals amtierender Vogt], Henneke Burmester, Lütke Rike [Ricke], Detleff Heilmann, Carsten Urbrook [Urbrock, Uhrbrock]. 

Quelle: Mittheilungen aus der Culturgeschichte des Amts Bergedorf, in: Mittheilungen des Vereins für Hamburgische Geschichte (1885), Bd. 3, 8. Jg., Heft 11/12, Hamburg 1885, S. 26 u. 27.

Die Namen in der Zeugenvernehmung 1605:
Die Angaben im Protokoll der Zeugenvernehmung aus dem Jahre 1605 ergänzen das Bild über die im 16. Jhdt. ansässigen Familien in Geesthacht. Im Protokoll der Zeugenvernehmung in Bergedorf am 25.6.1605 werden als Zeugen aus Geesthacht und als Anwesende in der Vernehmung die folgenden Personen genannt:
Agneta Khinen (Kien), 30 Jahre alt, Ehefrau des Landvogts Carloff Kien zu Geesthacht. Laut Protokoll war Agnetas voriger Ehemann der ehemalige und vor 1605 verstorbene Landvogt Albert Reimers der Jüngere zu Geesthacht, Sohn des ehemaligen Landvogts Albert Reimers des Älteren zu Geesthacht; Henneke Burmeister, 40 J. alt; Peter Hardes (Harders), 33 Jahre alt; Lutke Ricken (Ricke), angeblich (laut Aussage der Zeugen) sächsischer Bauermeister, keine Altersangabe; Christoff Mollinck (Molling), 40 J. alt; Henneke Khine (Kien), in Geesthacht geboren, ungefähr 40 Jahre alt; Eggert Richtehorn, ungefähr 70 J. alt, wohnhaft zu Geesthacht seit 40 Jahren; Hans Khine (Kien), ungefähr 38 J. alt, wohnhaft seit 10 Jahren in Geesthacht; Clawes Ricken (Ricke), ca. 30. Jahre alt, wohnhaft erst seit einem Jahr in Geesthacht (ob er mit Lütke Ricke verwandt war und aus welchem Ort er stammte, wird in dem Protokoll nicht erwähnt); Frantz Holthoff, ca. 40 Jahre alt, wohnhaft seit 30 Jahren zu Geesthacht; Detleff Heidelman, ungefähr 48 J. alt; Jochim Bruggeman, 40 J. alt; Carsten Goedtken, 40 J. alt, wohnhaft erst seit 12 Jahren in Geesthacht („hebbe 12 Jahr tho Geisthacht gewesen“); Clawes Burmeister, ungefähr 40 J. alt, in Geesthacht geboren; Hans Eluers (Elvers), seines Alters 36 Jahr, in Geesthacht geboren; Carsten Urbrock, ca. 55 Jahre alt, geboren in „Wordt“ [Worth] im „Landt tho Sassen“ [Land zu Sachsen, gemeint ist hier das Herzogtum Sachsen-Lauenburg], wohnhaft seit 28 Jahren zu Geesthacht; Jochim Mollingk (Molling), 50 J. alt, in Geesthacht geboren; Frantz Schroder, 60 J. alt, wohnhaft seit 30 Jahren in Geesthacht; Baltzer Eluers (Elvers), 45 Jahre alt, zu Geesthacht; Hein Reimers, ungefähr 40 J. alt, in Geesthacht geboren; Carloff Khin (Kien), Landvogt zu Geesthacht, keine Angaben über Alter und Herkunft; Siuert (Sivert) Koeps.

Quelle: StAHH, 415-2I, Amt Bergedorf, Pars II Sectio IX Nr. 1 a, 25.6.1605, ausgewertet von Andree Peterburs.


Landvögte zu Geesthacht
Liste der von den beiden Städten Hamburg und Lübeck eingesetzten Vögte zu Geesthacht
Amtszeit, Name:
1570– ca. 1595: Albert Reimers (der Ältere), + ?
ca. 1595– vor 1605: Albert Reimers (der Jüngere), + vor 1605
1605–1627: Carl (Carloff) Kien, + 1627
1627–1639: Jochim Kien, + 1639
1639–1664: Balzer Arens (Ahrens), + 1672
1664–1667/1668: Carsten Kien (Kiehn), + 1667/1668
1668–1715: Hein Uhrbrock (der Jüngere), + 1715
1715–1737: Carsten Uhrbrock, + 1749
1738–1749: Claus Uhrbrock
1749–1767: Johann Ferdinand Meyer, + 1767
1767–1780: Franz Erdmann Meyer, + 1783
1780–1824: Christian Reimers, + 1824
1824–1846: Franz Erdmann Meyer, + 1855
1846–1849: Johann Carsten Hinrich Meyer, + 1891
1849–1857: Gottfried Johann Hinrich Elten, + 1857
1858–1874: Johann Peter Hinrich Lohmeyer, + 1881

Quellenauswertung und Zusammenstellung: Andree Peterburs, Hamburg


III. Dat höögste Good - Dat höögste Gaud

»Dat wi levet in de woor Leive eren Spirit, schall alltied sien dat höögste Good.
 
Wi belevet de woor Höög, wenn wi us höget över dat Sien vun Dingen, aver nicht, wenn wi us höget över dat Hebben vun Dingen.
 
All Minschen sind gliek veel weerd. 

God (dat Ene) leivet all Minschen unafhängig vun eer Slagd, ere Provenienz, Huudfarv, Spraak, Religion und Kultur, unafhängig vun eer Older, eren Sexus, eer Egendoom, eren Beroop, eren Spood und Status. 

God leivet de taufällige Evolution vun dat Leven. Allens (dat Universum) is in't Ene, dat Ene is meer as allens, God is Leive. 

Allens is in'n ewigen Kringloop vun Warden und Vergaan. Egenschapen vun de Seel starvet, ewig is de baar Seel (eer Potentialität ut dat Ene) sunder Egenschapen in'n Spirit vun de Leive.«

Das höchste Gut

»Dass wir leben im Geiste der wahren Liebe, soll immer sein das höchste Gut. 

Wir erleben die wahre Freude, wenn wir uns erfreuen an dem Sein von Dingen, aber nicht, wenn wir uns erfreuen an dem Haben von Dingen. 

Alle Menschen sind gleich wertvoll. 

Gott (das Eine) liebt alle Menschen unabhängig von ihrem Stamm, unabhängig von ihrer Herkunft, Hautfarbe, Sprache, Religion und Kultur und unabhängig von ihrem Alter, Geschlecht, Besitz, Beruf, Erfolg und Status. 

Gott liebt die zufällige Evolution des Lebens. Alles (das Universum) ist in dem Einen, das Eine ist mehr als alles, Gott ist Liebe. 

Alles ist im ewigen Kreislauf von Werden und Vergehen. Eigenschaften der Seele sterben, ewig ist die reine Seele (ihre Potentialität aus dem Einen) ohne Eigenschaften im Geiste der Liebe.«

(Andrée Sophie Peterburs)

LUBHEJO, AR ESMI. I LOVE, THEREFORE I AM. EGO AMO, ERGO SUM. IK LEIVE, DAARUM BIN IK.
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